Auf der spannenden Suche nach prima Bildmotiven fuhren jetzt über 20 Fotofreunde ins Steinebacher Besucherbergwerk Grube Bindweide ein. Foto: Joachim Weger

Fotoführungen durch die Stollen der Grube Bindweide

Zum Abschluss der diesjährigen Saison im Besucherbergwerk Grube Bindweide hatte der Förderverein jetzt auf vielfachen Wunsch eine spezielle Fotoführung unter Tage ausgeschrieben, bei der es sogar etwas zu gewinnen gibt. Wegen der großen Nachfrage zu Führung und Fotowettbewerb musste am Samstag sogar noch eine zweite Gruppe in die Planung eingebaut werden. Insgesamt legten sich weit über 20 Hobbyfotografen auf der Suche nach prima Schnappschüssen mächtig ins Zeug, um beim Wettbewerb punkten zu können.
„Damit findet nun unsere 35. Besuchersaison auf Grube Bindweide ein spannendes Ende“, stellte Peter Thönig vom Tourismusbüro der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain bei der Begrüßung im kleinen Knappensaal fest. Thönig rief den Teilnehmern zur Befahrung der 1,3 Kilometer langen Stollenstrecke ein frohes Glückauf zu und kündigte an, dass schon bald eine Jury die besten Fotoaufnahmen auswählen und prämieren wird. Seitens des Teams der ehrenamtlichen Bergführer betreuten Leander Moll, Antonius Christian und Joachim Weger die Gäste auf den rund zweistündigen Touren. Da ging es mit der Grubenbahn sowie im bedächtigen Wanderschritt zu zahlreichen Schauplätzen in der Grube, wo übrigens schon vor 90 Jahren der reguläre Bergbaubetrieb erlosch.

Auf der spannenden Suche nach prima Bildmotiven fuhren jetzt über 20 Fotofreunde ins Steinebacher Besucherbergwerk Grube Bindweide ein. Foto: Joachim Weger
Auf der spannenden Suche nach prima Bildmotiven fuhren jetzt über 20 Fotofreunde ins Steinebacher Besucherbergwerk Grube Bindweide ein. Foto: Joachim Weger

„Wir sind in keinem Museum, sondern im echten Bergwerk“, hieß es treffend gleich zu Beginn.  Frische Grubenwetter und klares Bergwasser waren den Fotofreunden ständige Begleiter. Das wiederum spornte an, mit viel Entdeckerfreude und kreativem Blick auf Spurensuche zu gehen. Unterwegs drehte sich alles um die Schönheit von Natur und Schöpfung sowie um die Spuren der Erzväter von einst. „Mein Opa hat auch hier gearbeitet“, hörte man hin und wieder. Umso größer war die Absicht der Fotofreunde, eindrucksvolle Szenen an alten, original erhaltenen Arbeitsstellen im Bild festzuhalten. Vielfach luden simple Werkzeuge aus der früheren Bergbauära oder auch bloß kleine Pflanzen wie Farne, Moose oder Pilze zum „Knipsen“ ein.
„Es gibt in unserem Metier Knipser und Fotografen“, betonte schmunzelnd Foto-Altmeister Peter Heirich aus Nauroth, der in der heimeligen Beleuchtung unter Tage eine große Herausforderung im Spiel mit Zeiten- und Blendeneinstellung an der Kamera sah. Als am Ende das Tageslicht wieder grüßte, kam der heiße Kaffee von Inge Hüsch wie gerufen. Ganz bewusst fanden die Spezialführungen jetzt außerhalb des regulären Betriebs statt, damit sich die Fotofreunde möglichst ohne Zeitdruck auf seltene Motive „einschießen“ konnten.
Jeder Teilnehmer darf sich übrigens mit bis zu drei Aufnahmen an dem Wettbewerb beteiligen.

Text und Foto: Joachim Weger 

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