„Gesunder Schlaf – Gesundes Leben?“

Ca. 30 Teilnehmer informierten sich in einem Arzt/Patienten-Gespräch am 13.12.2017 in Betzdorf, zu dem die Initiative Region Koblenz- Mittelrhein e.V. gemeinsam mit der Volkshochschule Betzdorf – Gebhardshain e.V. eingeladen hatte.
Martin Becker begrüßte eingangs im Namen der Volkshochschule Betzdorf-Gebhardshain e.V. die Teilnehmer und insbesondere den Referenten des Abends, Dr. med. Dieter Pöhlau, Chefarzt der Neurologischen Abteilung und des Schlaflabors der DRK Kamillus Klinik in Asbach.
Werner Schmitt bedankte sich in seinem Grußwort im Namen der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. bei der Volkshochschule für die Organisation vor Ort. Die von beiden Institutionen getragenen Gesundheitgespräche sind aufgrund der guten Resonanz inzwischen zur Tradition geworden, denn Gesundheit ist unser höchstes Gut. Als Flächenregion betonte er, müssen wir sehr viel Wert darauf legen, dass die medizinische Versorgung auf dem Land sichergestellt wird. Spezielle Gesundheitsvorträge vermitteln Fachwissen auch außerhalb der Ballungszentren.
Herr Dr. med. Dieter Pöhlau, informierte im Einzelnen über moderne Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten, auch über die Möglichkeiten der Behandlung im Schlaflabor.
Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Ein guter Schlaf ist wichtig für das Funktionieren und die Erholung der Organe, des Gedächtnisses und des Immunsystems.Wenn durch nächtliche Atemaussetzer der Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt, steigt das das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle und auch Parkinsonsyndrome oder eine Alzheimer-Erkrankung werden dadurch begünstigt. Wenn ein Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert wurde, kann eine nächtliche Beatmung mittels einer Maske oft dafür sorgen, dass die oder der von einem Schlafapnoe-Syndrom betroffene nicht nur gesünder wird, sondern sich auch tagsüber fitter, energievoller fühlt und die Leistungsfähigkeit steigt.
Wenn der Schlaf nicht erholsam ist, wenn man tagsüber müde und schnell erschöpft ist oder in unpassenden Situationen oder gar am Steuer eines Autos einschläft, dann sollte eine schlafmedizinische Untersuchung erfolgen. Schlaflosigkeit ist die wohl am weitesten verbreitete Schlafstörung, die tagsüber zu Aufmerksamkeits- und Gedächtnisproblemen, schlechte Stimmung, Motivationsproblemen und Kopfschmerzen führen kann.
Schlafen kann man lernen. Zunächst gilt es, schlechte Schlafgewohnheiten abzustellen, so z.B. das Fernsehen im Bett. Man kann lernen, negative Gedanken zu kontrollieren, die den Schlaf stören, es ist sinnvoll, ein Entspannungsverfahren wie z.B. das autogene Training zu erlernen und täglich zu praktizieren. Ein regelmäßiger Schlaf- Wach-Rhythmus mit festen Zeiten zum Aufstehen und ins Bett Gehen unterstützen das Erlernen eines gesunden Schlafverhaltens. Medikamente sollten allenfalls in Krisensituationen, sehr kurzfristig eingesetzt werden.
Eine lebhafte Diskussion begleitete die Ausführungen des Referenten, der auch noch persönlich den Teilnehmern für individuelle Fragen zur Verfügung stand.

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