Jugendleiter/innen – online weitergebildet

Die Corona-Zeit sinnvoll genutzt und weitergebildet haben sich über 30 Jugendliche aus den unterschiedlichsten Gruppierungen, wie Jugendfeuerwehr, evangelischer und katholischer Jugendarbeit, Musik- und Sportverein sowie ehrenamtliche Mitarbeiter/innen der Jugendpflegen. In einzelnen Workshops, zu verschiedenen Themen der Kinder- und Jugendarbeit haben sie die Ausbildung zum Erwerb der JULEICA (Jugendleitercard) begonnen oder ihr Know-How erweitert. Neben dem Erwerb von theoretischem Wissen, gehören zahlreiche Praxisstunden und ein Erste Hilfe Kurs zur JULEICA-Ausbildung. Die Jugendpflegen der Verbandsgemeinden Betzdorf-Gebhardshain und Kirchen haben dieses Ausbildungsformat erstmalig online als Kursangebot im Programm.

Gemeinsam mit zahlreichen Referenten und immer zwei Personen des Jugendpflegeteams (Sibel Schmick, Jenny Müller, Felix Garcia Diaz und Ingo Molly) wurden die einzelnen Themen in den Abendstunden oder an Samstagen behandelt. Selbst nach einem ganzen Tag Onlineunterricht setzten sich immer mindestens 15 Jugendliche noch einmal an den Rechner, um gemeinsam die zahlreichen Aspekte der Kinder- und Jugendarbeit zu beleuchten.

Gestartet wurde die Schulungsreihe, mit dem Thema „Rechte und Pflichten“ in der Jugendarbeit. Hier ging es zunächst um die eigene Rolle als Jugendleiter. Im weiteren Verlauf betrachtete Rechtsanwalt Georg Becker die Arbeit aus rechtlicher Sicht und zeigte den angehenden Jugendleitern auf, wo ihre Verantwortung liegt und welchen Einfluss ihr Verhalten hat. Die Möglichkeiten der „virtuelle Gruppenstunde“, gerade in der momentanen Situation, konnte Medienpädagogin Michaela Weiß gemeinsam mit den Jugendpflegern den Jugendlichen näher bringen. Zahlreiche Spiele wurden ausprobiert und Methoden der digitalen Arbeit gezeigt. Beim Programmpunkt Erste Hilfe Häppchen bekam jeder Teilnehmer im Vorfeld Verbandmaterial nach Hause, um gemeinsam einfache Verbände zu üben und Erste Hilfe Ausbilder Joachim Reifenrath ging auf den Notruf und den Umgang mit unterschiedlichen Notsituation ein. Selbst beim trockenen Thema „Ohne Moos nix los – Mittelbeschaffung in der Jugendarbeit“ wurde von den Teilnehmern rege mitgearbeitet und die zahlreiche Nachfragen zeigte den Jugendpflegern, wie interessiert die Jugendlichen an den einzelnen Themen sind. Beim Thema „Ausgrenzung in der Gruppenarbeit“ konnte die Jugendpflege sich auf die Unterstützung durch Melanie Jung, eine Mitarbeiterin des Kinderschutzdienstes, verlassen und aufzeigen, wo und wie man sich selbst Hilfe bei Problemen holt. Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wurden verschiedene Punkte wie die Präsenz in den sozialen Medien behandelt. Zeitungsredakteur Daniel Montanus ging zudem auf die Erstellung eines Presseberichtes ein und besprach am praktischen Beispiel, was beim Schreiben eines Textes zu beachten ist. Die Veranstaltung „Spielpädagogik: Gruppenspiele in der Jugendarbeit“, die für Anfang Mai terminiert war, kann leider nicht online umgesetzt werden, da viele Gruppenspiele vom direkten Kontakt leben. Dieser Ausbildungsbaustein sollte als Präsenzveranstaltung den Abschluss bilden. Aber: „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ und Jugendpfleger sowie Teilnehmer hoffen, diese Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nach zu holen. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie und damit die Aussicht auf eine Weiterführung der Art und Weise, in welcher Jugendarbeit in Präsenz möglich ist, sind groß. Die frisch ausgebildeten Jugendleiter/innen freuen sich schon jetzt, ihr frisch erworbenes Wissen in der Praxis anzuwenden.

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