Lachen und Staunen bei Faszination am Fluss

„Betzdorf?! Jetzt geht es mit deiner Karriere aber richtig los.“
Das waren die Worte der Freundin von Jakob Heymann. Mit ihm startete Faszination am Fluss bereits in die vierte Runde zu dem der Künstler und Moderator des Abends mario el toro und Betzdorf digital an die wohl ungewöhnlichste Location der Stadt an Heller und Sieg geladen hatten.

Der preisverwöhnte „Querdenker“ Heymann schaffte es mit seinen Texten und Liedern, aus jedem Genre einen neuartigen und unterhaltsamen Moment herausfiltern zu können: Es wurde geschmunzelt, gegrübelt und vor allem auch viel gelacht. Besonders seine Stimme ging unter die Haut und kam durch die Akustik im Betzdorfer Untergrund besonders zur Geltung.

Luftakrobatik deluxe boten Julia Schulz (Bochum) und Olga Bauer (Dortmund), die seit Jahren ein fester Bestandteil der europäischen Luftakrobatikszene sind und ihr Können an Strapaten, Seil, Tuch und Ringen zeigten – besonders schön in Szene gesetzt durch Musik und Licht schwebten die Artistinnen einzeln oder auch zusammen über der Sieg.

„Wie macht er das nur?“ Eine atemberaubende Diaboloperformance zeigte der Straßenkünstler und Artist ,,Sir Adam“ auf der Bühne unter dem Busbahnhof und bewies eine beeindruckende Körperbeherrschung.

Shari Litt, ist derzeit der komödiantische Geheimtipp Kölns. Und Sie beweist auch direkt warum: Ihr Humor ist zwar ruhig, aber auch sehr schneidend. Ihre Ukulele immer zur Hand singt sie voller Leichtigkeit und mit einem leichten Augenzwickern Songs wie „sexy, weil reich“.

Zum Abschluss steht ein Comedy-Urgestein auf der Bühne – seit über 35 Jahren steht der „jugendliche Entertainer“, wie er sich selbst (54) bezeichnet, Schauspieler und Parodist nun auf deutschsprachigen Bühnen. Der Obel erzählt aus sehr persönlichen Erlebnissen, seiner Welt und seinem Leben – egal ob es um seinen geliebten Fußball, den Ikea-Besuch oder den Sommerferien mit den Kindern geht. Bei ihm erkennt sich der ein oder andere Zuschauer auch gerne mal wieder.

Und Betzdorf wurde seinem Ruf als Stadt mit den meisten Dino-Sichtungen gerecht: In der Pause verirrte sich tatsächlich ein Tyrannosaurus-Rex in den Untergrund, verschwand allerdings recht schnell wieder in der Dunkelheit.

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