Amtliche Meldung

Wie geht es eigentlich unseren Kindern in der Klimakrise?

Studien zeigen, dass unsere Kinder bis zu siebenmal mehr Hitzewellen erleben werden. Nach dem Klima-Risiko-Index des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) ist schon heute fast jedes Kind von mindestens einem Klimarisikofaktor wie zum Beispiel Wasserknappheit, Luftverschmutzung, Hitzewellen, Zyklone oder Überschwemmungen betroffen. Eine Milliarde Kinder seien extrem stark gefährdet – besonders in den ärmsten Ländern – und 10 Mio. Kinder wurden alleine im Jahr 2020 durch Wetterextreme vertrieben. (Quelle: UNICEF)

Viele junge Menschen leiden deshalb unter Ängsten und psychischen Problemen.


Was können Eltern, Schulen und die Gesellschaft insgesamt tun?

 

Fünf Ratschläge für Eltern:

  1. Unsere eigene Belastung nicht auf Kinder abwälzen
  2. Auf Fragen antworten, die Wahrheit sagen – die Klimakrise altersgerecht und von klein an thematisieren
  3. Das Thema nicht aufdrängen – es aber ernstnehmen, wenn es auftaucht
  4. Eigene Unsicherheiten zugeben, aber sachlich bleiben
  5. Alltagsnahe und umsetzbare Bewältigungsmöglichkeiten anbieten

Quelle: www.klimafakten.de

Leitfaden der Psychologists for Future: https://www.psychologistsforfuture.org/wp-content/uploads/2022/08/Mit-Kindern-ueber-die-Klimakrise-reden.pdf

Kindgerechte Sendungen zum Klimawandel: www.zdf.de/kinder/klimawandel

 

Drei Hinweise für die Klimabildung an Schulen:

  1. Lehrkräfte und zum Teil auch Schülerinnen und Schüler bemängeln, dass der Klimawandel bisher nicht in den Lehrplänen verankert ist und im Unterricht nur selten eine Rolle spielt.
  2. Wichtiger als Faktenwissen zu vermitteln wäre es nach Ansicht von Fachleuten, die Kinder und Jugendlichen beim Umgang mit ihren (Umwelt-)Ängsten zu unterstützen. Diese haben in den vergangenen Jahren zugenommen.
  3. Dazu bieten sich insbesondere schulisch begleitete, aktive Klimaschutzprojekte an. Sie vermitteln das Gefühl, durch eigenes und gemeinschaftliches Engagement etwas bewirken zu können.

Quelle: www.spektrum.de

Aktuelle Bildungsmaterialien: www.umwelt-im-unterricht.de

 

Fünf Forderungen der UNICEF an die Gesellschaft:

  1. Investitionen in die Klimaanpassung und Widerstandsfähigkeit von zentralen Dienstleistungen für Kinder erhöhen.
  2. Treibhausgas-Emissionen reduzieren.
  3. Kindern Kenntnisse im Bereich Klima und Umweltschutz vermitteln.
  4. Junge Menschen in alle nationalen, regionalen und internationalen Klimaverhandlungen und -entscheidungen einbeziehen.
  5. Sicherstellen, dass die Erholung von den ökonomischen und sozialen Folgen der COVID-19-Pandemie umweltfreundlich, kohlenstoffarm und inklusiv erfolgt.

Quelle: UNICEF


Unser Ansprechpartner in der Verwaltung:

Jens Weid
Umwelt- und Klimaschutzmanagement

Telefon:          +49 2741 291-315
E-Mail:            jens.weid@vg-bg.de


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